Aktuelle Entwicklungen im Gesundheitsbereich

Das medizinische Versorgungssystem unterliegt ständigen Veränderungen sowohl in Bezug auf organisatorische Fragestellungen als auch auf Behandlungsmethoden. Zunehmend ist auch der Patient in seiner Selbstverantwortlichkeit gefragt. Zu besonders aktuellen und vieldiskutierten Themen wie der elektronischen Gesundheitskarte, der Raucherentwöhnung und Heuschnupfen finden Sie im Folgenden grundlegende Informationen.

Elektronische Gesundheitskarte: Vor- und Nachteile

Bereits zum 1. Januar 2006 war vorgesehen, die in Deutschland übliche Krankenversicherungskarte durch eine elektronische Gesundheitskarte zu ersetzen. Die endgültige Entscheidung zur Einführung der elektronischen Gesundheitskarte fiel im September 2011. Die Verzögerung hatte in erster Linie datenschutzrechtliche Gründe. Die elektronische Gesundheitskarte soll neben den bisher über die Krankenversicherungskarte gespeicherten Daten zur Person und zum Versichertenstatus ergänzende Daten zu ärztlichen Verordnungen enthalten. Darüber hinaus finden sich auf ihr Berechtigungsnachweise für EU-Ausländer und auf freiwilliger Basis Daten, die eine Notfallversorgung des Patienten erleichtern sollen. Alle elektronischen Gesundheitskarten müssen zur Feststellung der Identität des Versicherten mit dessen Lichtbild, Anschrift und Unterschrift versehen sein. Zentraler Kritikpunkt an der elektronischen Gesundheitskarte ist die Frage, ob einem Missbrauch ausreichend begegnet wird, da den Speicherdaten lediglich Selbstangaben zugrunde liegen. Außerdem wird befürchtet, dass die Versicherten zu “gläsernen” Patienten werden. Die Praxis wird erweisen, ob die Vorteile der elektronischen Gesundheitskarte die kritischen Punkte aufwiegen.

Methoden zur Raucherentwöhnung

Es ist bekannt, dass Rauchen der Gesundheit schadet. Das zunehmende Gesundheitsbewusstsein der Bevölkerung zeigt sich auch darin, dass die Zahl der ehemaligen Raucher zunimmt. Verschiedene Wege führen zur erfolgreichen Raucherentwöhnung. Dazu gehören z.B. verhaltenstherapeutische und Aversionsbehandlungen, Hypnosetherapie, Akupunktur und pharmakologische Therapien. Ziemlich neu auf dem Markt ist die elektronische Zigarette, die nach dem Verdampfungsprinzip funktioniert, keine Verbrennungsrückstände hinterlässt und somit weit weniger schädlich sein soll als die handelsübliche Zigarette.

Nützliche Tipps bei Heuschnupfen

Auch Heuschnupfen gehört zu den Erkrankungen, die nicht nur medikamentös oder mit Hilfe systematischer Desensibilisierung und verschiedener naturheilkundlich orientierter Therapien, sondern auch durch persönliches Verhalten wesentlich beeinflusst werden können. Hier einige Tipps:

  • Ein Pollenkalender zulegen
  • In der Pollensaison nicht Joggen und Fahrrad fahren
  • Sonnenbrille tragen
  • Abends Haare waschen
  • Beim Autofahren Fenster geschlossen halten. Unbedingt Pollenfilter einbauen
  • Wohnung nur kurz lüften
  • Rauchen aufgeben

Selbstverantwortung übernehmen

Es lohnt sich, sich eingehend mit der eigenen Gesundheit auseinanderzusetzen, und seine Lebensweise so zu ändern, dass bestehende Krankheitsrisiken und Beschwerden minimiert werden. Vor allem die Volkskrankheiten von Industrienationen können nur unter Einbeziehung der Betroffenen erfolgreich bekämpft werden. Durch Rauchen werden viele dieser Erkrankungen begünstigt. Verschiedene Raucherentwöhnungsprogramme helfen dem Raucher, sein Verhalten zu ändern. Eine weitere Volkskrankheit ist der Heuschnupfen. Auch hier kann das persönliche Gesundheitsverhalten dazu beitragen, die Symptome wesentlich zu lindern und die Immunabwehr zu stärken. Zur größeren Transparenz und zur Erleichterung der Verwaltung wird die elektronische Gesundheitskarte eingeführt. Kritisch diskutiert wird dabei die datenschutzrechtliche Situation. Es wird sich zeigen, ob die Vorteile der neuen Gesundheitskarte für Patienten, Ärzte und Verwaltung überwiegen.

Die aktuelle Diskussion um die E-Zigarette

Momentan ist ein Thema in den Medien präsent, das alle Massen polarisiert. Die E-Zigarette löst unglaubliche Diskussionen in Frage ihrer Unbedenklichkeit aus. Aber was ist eigentlich los? Warum gehen bei dieser neuen Art zu Rauchen die Meinungen von Experten und Verbrauchern so weit auseinander? Sollen die Bürger bevormundet und verunsichert werden oder sind die neuartigen Glimmstängel doch nicht so harmlos, wie sie wirken?

Wie funktioniert die E-Zigarette?

Das Rauchen einer normalen Zigarette setzt über 4000 Giftstoffe frei und mehr als die Hälfte davon sind krebserregend. Die gesundheitlichen Schäden sind damit vorprogrammiert. Die neue E-Zigarette verspricht starken Rauchern eine Verringerung des Rauchverhaltens, da dem Körper unter Zuhilfenahme anderer Stoffe und dem gleichzeitigen Benutzen einer zigarettenähnlichen Attrappe ein Nikotinspiegel zugeführt wird. Die E-Zigarette funktioniert auf Basis der Erwärmung eines sogenannten Liquids, wobei keine Verbrennung im herkömmlichen Sinne stattfindet. Das bedeutet, die neuartige Zigarette rauchen Sie nicht mehr, sondern Sie dampfen diese. Die Liquide wiederum gibt es in verschiedensten Geschmackrichtungen wie Cola, Erdbeere, Menthol, Cappuccino oder auch in den klassischen Tabakaromen. Bei echten Tabakprodukten haben Sie bestimmt schon einmal spezielle Nebenwirkungen, unter anderem ein Brennen in den Atemwegen oder in den Augen festgestellt. Diese Eigenschaften fehlen beim Rauchen einer E-Zigarette völlig und fördern damit eine gewisse Bedenkenlosigkeit. Allerdings hat das Bundesinstitut für Risikoforschung herausgefunden, dass die E-Zigarette trotz allem schädlich ist, da Sie mit dem Rauchen giftiges Nikotin und auch Formaldehyd an die Umgebung abgeben. Studien belegen, dass der Dampf der E-Zigarette krebserregende Stoffe wie Nitrosamine enthält. Allerdings liegen dieser Studie keine Mengenangaben zu Grunde, die eine Schädlichkeit der E-Zigarette grundlegend beweisen. Besonders die überaus gesundheitsgefährdenden Teerprodukte sind in der E-Zigarette gar nicht zu finden. Aber auf Grund der Produktneuheit, kann bei der E-Zigarette auch nicht von Langzeitstudien ausgegangen werden.

Die Diskussion um die E-Zigarette wird zum Politikum

Mittlerweile schalten sich auch Politiker in die Debatte um die Schädlichkeit und den Vertrieb der E-Zigarette ein. Die NRW-Gesundheitsministerin Steffens pocht vehement auf ein Verkaufsverbot, da das Produkt weder völlig ausgereift noch sicher ist. Sie ist weiterhin der Meinung, dass auf Grund der hohen Nikotinmengen für diese Art der Zigarette das Arzneimittelschutzgesetz zuständig ist und auch greifen sollte und droht Verkäufern mit erheblichen Geld- oder Freiheitsstrafen. In Bayern und in Bremen ist die E-Zigarette schon längst verboten und auch andere Bundesländer befinden sich mittlerweile in einer Entscheidungsphase. Sollten einige Bundesländer von einem Verbot absehen, so können Konsumenten weiterhin die E-Zigarette aus anderen Regionen Deutschlands erwerben. Das Bundesamt für gesundheitliche Aufklärung rät generell vom Konsum der neuartigen E-Zigaretten ab. Begründet wird dies damit, dass der Verbraucher nicht genau weiß, welche Substanzen er beim Rauchen aufnimmt. Darüber hinaus kann der freigesetzte Dampf zu Hustenanfällen, Luftnot oder schlimmstenfalls bei Vorbelastung zu Asthmaanfällen führen.

Alternativen zum Glimmstängel

Die Diskussion um die E-Zigarette wird so schnell nicht abflauen. Ob sie schädlich ist oder nicht, können erst umfassende Untersuchungen zeigen. Viele Raucher fühlen sich beim Genuss einer E-Zigarette nicht ausgegrenzt, da diese auch in sonst rauchfreien Räumen konsumiert werden kann. Auch Raucherpausen in Firmen gehören somit der Vergangenheit an. Wenn Sie das Rauchen einer E-Zigarette nicht als kostengünstigen Zigarettenersatz, sondern als eine Art Tabakentwöhnung sehen, um vom Glimmstängel loszukommen, dann hat die E-Zigarette einen guten Zweck erfüllt.

Die Vor- und Nachteile der neuen elektronischen Gesundheitskarte

Seit dem Beginn ihrer bundesweiten Einführung am 1. Oktober 2011 hat die elektronische Gesundheitskarte für viel Aufregung gesorgt. Die erhitzten Gemüter streiten sich um das Für und Wider und bringen ausreichend Argumente für ihren jeweiligen Standpunkt vor. Vor allem der Datenschutz und die mögliche Gefahr eines Missbrauchs der Daten stehen dabei im Vordergrund.

Heiße Diskussionen um das Für und Wider

Seit dem Beginn ihrer stufenweisen Einführung am 1. Oktober 2011 hat die elektronische Gesundheitskarte, oder kurz eGK genannt, für viel Diskussionsstoff gesorgt. Sowohl Befürworter als auch Gegner haben tragende Argumente auf ihrer Seite, um die elektronische Gesundheitskarte gut zu heißen oder dagegen zu sein.

Als größter Vorteil der elektronischen Gesundheitskarte wird meist die verbesserte Kommunikation zwischen den verschiedenen Institutionen und Leistungserbringern genannt. Durch die schnelle und unkomplizierte Bereitstellung medizinischer und administrativer Daten werden Zeit und Kosten gespart. Vor allem bei Notfällen kann mit der eGK eine schnelle und sichere Versorgung der Patienten gewährleistet werden. Doch genau in der Abspeicherung dieser heiklen Daten sehen die Gegner der elektronischen Gesundheitskarte eine große Gefahr. Dadurch, dass mehrere Personen auf die Daten zugreifen können, kann die ärztliche Schweigepflicht auf diese Weise außer Kraft gesetzt werden. Aus den gesammelten ärztlichen Verordnungen könnten nämlich leicht Rückschlüsse auf Diagnosen gezogen werden, wodurch das Vertrauensverhältnis zwischen Arzt und Patient empfindlich gestört werden würde.

Sind die Daten wirklich sicher?

Gegner der elektronischen Gesundheitskarte warnen häufig auch vor einem Missbrauch der Daten. Die eGK ist jedoch eine sogenannte “Smart Card”, also eine Mikroprozessorkarte, auf der die Informationen sicher und verschlüsselt abgelegt werden. Zugang erhält man nur, wenn der Versicherte seine sechsstellige PIN eingibt, oder sich ein Arzt oder Apotheker mit seinem Heilberufsausweis identifiziert. Außerdem ist die eGK personalisiert, wodurch jeder Versicherte als eindeutiger Besitzer seiner Karte identifiziert werden kann. Sollte die Karte verloren gehen oder gestohlen werden, kann die Krankenkasse die Karte sofort sperren, sodass kein Unberechtigter eine Leistung über diese Karte in Anspruch nehmen kann. Auch der verringerte Verwaltungsaufwand für Ärzte und Kliniken wird häufig als Vorteil der neuen eGK genannt. Bis alle Praxen jedoch mit dem nötigen Equipment ausgestattet sind, verlangsamt sich der Ablauf. Vor allem wenn ein Patient mit seiner neuen eGK in eine Praxis kommt, diese jedoch noch nicht dafür ausgestattet ist, kann dies zu einem erheblichen Zeitaufwand führen.

Gut Ding braucht Weile

Die bundesweite Einführung der elektronischen Gesundheitskarte hat die Gemüter erhitzt. Neben vielen Vorteilen werden von den Gegnern immer wieder auch die Nachteile aufgezählt. Milliardenkosten, die Gefährdung des Datenschutzes und die Aushebelung des Vertrauensverhältnisses zwischen Arzt und Patient sind nur einige davon. Man sollte die eGK jedoch als langfristiges Projekt sehen, das heißt, wenn die Einführung in allen Bundesländern vollzogen ist und die Sicherheit der Daten gewährleistet wird, wird mit Hilfe der elektronischen Gesundheitskarte eine Behandlung im In- und vor allem auch im Ausland erheblich unkomplizierter vonstattengehen.

Wie sich Stress auf den Körper auswirken kann

Stress gehört zum Leben – das hat Vor- und Nachteile. Mitunter ist Stress sogar positiv (Eustress), denn Stress bedeutet eine durch äußere Reize hervorgerufene Anspannung. Kurzfristig kann diese Anspannung zu einer erhöhten Konzentrationsfähigkeit und einer erhöhten Handlungsbereitschaft des Körpers führen. Evolutionär gesehen also eine Art Überlebensinstinkt. Übermäßiger oder gar dauerhafter Stress hingegen kann eine Vielzahl seelischer und körperlicher Reaktionen hervorrufen (Distress). Stress kann im wahrsten Wortsinn “krank” machen.

Stressbedingte Krankheitssymptome sind nicht immer eindeutig

Stress kann ganz unterschiedlicher Natur sein. Lärm, Hitze oder Kälte kann genauso Stressreaktionen hervorrufen, wie Termindruck, Versagensängste oder andere andauernde, psychische Belastungen. Da jeder Mensch unterschiedlich auf Stress reagiert, gibt es eine Vielzahl von Symptomen und Krankheitsbildern, deren Ursache auf Stress zurückgeführt werden kann. Jedoch sind die Grenzen dabei uneindeutig und so kann es ebenso vorkommen, dass das gleiche Krankheitsbild bei einer Person auf psychischen Stress schließen lässt, bei einer anderen Person aber rein pathologische – also ausschließlich körperliche – Ursachen hat. Die am häufigsten vorkommenden körperlichen Anzeichen von zu viel Stress sind Muskelverspannung, Magen- und Darmprobleme sowie Kopfschmerzen. Eine durch permanenten Stress hervorgerufene Daueranspannung führt im Gehirn z.B. zu einer Durchblutungsstörung, die in besonders schlimmen Fällen heftige Migräne-Attacken auslösen kann und nur durch aktive Erholung und einen grundlegenden Lebenswandel geheilt werden kann. Eine chronische Magenverstimmung kann sowohl auf äußere Stressoren wie anhaltende Überforderung im Job oder der Partnerschaft schließen. Allerdings besteht ebenso die Möglichkeit einer Überempfindlichkeit gegenüber bestimmten Inhaltsstoffen und Lebensmitteln. Auch eine gewisse Form des Stresses, die aber nicht im psychologischen Sinne aufgefasst werden darf. Eine Diagnose lässt sich in vielen Fällen nur anhand einer ganzheitlichen Analyse aufstellen, um dann eine gezielte Behandlung einleiten zu können.

Depressionen als Auswirkung von Stress

Neben der Vielzahl an Beschwerden wie Haarausfall, Hautausschlag, Rückenschmerzen, Hörsturz und anderen rein körperlichen Reaktionen, gibt es aber auch Krankheitsbilder, die sich vornehmlich auf emotionaler Ebene äußern. Jemand der sich ständig in einen angespannten Zustand versetzt oder versetzt wird, z.B. aus Versagensängsten oder Perfektionismus heraus, dem Chef stets genügen zu wollen oder jemand der keine Zeit für die eigenen Bedürfnisse findet, läuft über kurz oder lang Gefahr an seelischen Leiden, wie beispielsweise einer Depression zu erkranken. Appetitlosigkeit, dauerhafte Müdigkeitszustände, chronische Momente der Antriebslosigkeit bis hin zur sozialen Isolierung und suizidalen Gedanken können Anzeichen für eine stressbedingte Despression sein. Auch das aktuell viel zitierte “Burn-out” ist eine Überreaktion des Körpers auf permanente Stresssituationen, hauptsächlich im Berufsalltag. Das “Burn-out” steht momentan als Sinnbild für eine sich ständig überfordernden Gesellschaft, die sich in einem Großteil der Lebensbereiche im wahrsten Sinne des Wortes stresst und damit krankmacht.

Stressreduzierung ist Gesundheitsvorsorge

Stress ist allgegenwärtig und für einen nicht unerheblichen Teil vieler Erkrankungen verantwortlich. Selbstverständlich kann nicht jede Krankheit damit abgetan werden, dass sie stressbedingt sei, aber es ist nicht zu leugnen, dass Stress einen unmittelbaren Einfluss auf den gesamten Körper hat und zu negativen Veränderungen des Immunsystems führen kann. Um sicherzugehen, dass ein Leiden wirklich auf Stress zurückzuführen ist, bedarf es immer einer ganzheitlichen Betrachtung und vor allem eines: Ehrlich zu sich selbst sein und die eigenen Stressfaktoren erkennen und reduzieren.

Wie man sich das Nichtrauchen angewöhnt

Nikotin ist neben Alkohol die weltweit am Stärksten verbreitete, legale Droge mit hohem Suchtrisiko. Sich das Rauchen abzugewöhnen ist dementsprechend schwer, obwohl die langfristigen Schäden des Drogenkonsums mehr als bekannt sind. Umso wichtiger ist es, dass Raucherentwöhnung nicht nur auf körperlicher Ebene, sondern vor allem im Kopf stattfindet.

Wenn der Rauch zu Kopf steigt

Dass Rauchen körperlich etwa so abhängig macht wie Heroin, ist mittlerweile wissenschaftlich nachgewiesen. Da die Wirkung von Nikotin jedoch nicht annähernd so gefährlich und tödlich ist, spielt die psychische Abhängigkeit eine stärkere Rolle. Jeder Mensch ist im Alltag mit einem Bild vom Rauchen konfrontiert, dass sich in unserer Gesellschaft über Jahrzehnte entwickelt hat. Diese Vorstellung vom Raucher und der Zigarette ist durch soziale Konventionen und Gebräuche, aber auch die Marketingkampagnen der Tabakindustrie, sehr deutlich gefestigt. Auf dem Weg zur Raucherentwöhnung ist der erste, wichtige Schritt dieses Bild des Rauchens zu hinterfragen. Nikotin ist eine Droge mit verheerender Suchtwirkung, die erheblich die körperliche Gesundheit ihrer Konsumenten schädigt. Das Rauchen von Nikotin in Form von Zigaretten, Zigarren oder anderem Tabakkonsum wird aber nicht auf diese Art und Weise dargestellt oder wahrgenommen. Nikotin und Tabakwaren werden stattdessen als Genussmittel inszeniert. Obwohl das Einatmen von Rauch und Verbrennungsstoffen keinen positiven Geschmack hat, sprechen die Tabakbranche und der Raucher selbst vom Aroma einer Zigarette. Dieses Image vom aromatischen, wohltuende Genuss überdeckt trotz besseren Wissens die tatsächlichen Abläufe, die beim Rauchen stattfinden.

Entwöhnungsmethoden und nachhaltige Konsequenzen

Auch wenn die Abwendung vom Rauchen und der damit verbundenen Vorstellung der wichtigste Schritt ist, braucht der Körper oft mehr als die richtige Einstellung. Eine der besten Methoden zur Entwöhnung ist das Bewusstsein für den eigenen, gesunden Körper. Wenn Nichtraucher zu sein als Zwang empfunden wird, dann ist es nur eine Frage der Zeit, bis die Sucht nach Nikotin zurückkehrt. Raucher werden sehr leicht rückfällig auf die Wirkung der Droge und ihre alten Gewohnheiten. Es ist entscheidend gegenüber sich selbst keine Entschuldigungen zu zulassen und konsequent zu bleiben. Es sollte beispielsweise niemals eine Schachtel Zigaretten als “Sicherheitsnetz” im Haus behalten werden. Dass eine Absicherung nötig erscheint, stellt das Rauchen als etwas Positives und Behütendes dar, während der gesunde Nichtraucherzustand als gefährlich und schädlich gesehen wird. Ebenso wenig sollten Sie für sich selbst Ausnahmen und Entschuldigungen erfinden, in denen sie rauchen dürfen. Diese klassischen Ausnahmesituationen sind für viele Raucher Stress oder Feierlichkeiten. Auch diese Ausnahmen entwickeln mit der Zeit eine Routine und sind nur eine andere Form von Nikotinabhängigkeit.

Endlich Nichtraucher!

Mit dem Rauchen aufzuhören braucht Zeit und Anstrengung, doch ist es eine große Befreiung. Aussagen wie “Ich rauche nur, weil es mir schmeckt” oder “Bei Stress brauche ich eine Zigarette, um runterzukommen” sind verinnerlichte Routinen und Illusionen, die keine wirkliche Grundlage haben. Mit dem klaren Bewusstsein von einer gefährlichen Droge abhängig zu sein und der Freude sich endgültig und langfristig von ihr zu lösen, kann jeder Mensch Schritt für Schritt Nichtraucher werden. Der Erfolg kann nicht von heute auf morgen eintreten, doch fängt er mit der letzten Zigarette an.